Diakonenweihe

 

Erfurter Diözesan-Administrator weiht Stephan Burmeister zum Diakon

 

Sonneberg (BiP). Diözesan-Administrator Weihbischof Reinhard Hauke weiht Stephan Burmeister aus Sonneberg am Samstag, 10. Mai zum Diakon. Die Weihe erfolgt durch Handauflegung und Gebet im Rahmen einer Festmesse, die in Burmeisters Heimatkirche St. Stefan ab 10 Uhr gefeiert wird. Burmeister möchte Priester werden. Die Diakonenweihe ist die erste Weihestufe auf dem Weg dorthin. Die Priesterweihe findet voraussichtlich am Pfingstsamstag 2015 statt.

 

Stephan Burmeister kam am 15.6.1984 in Sonneberg zur Welt, wo er auch aufgewachsen ist. Nichts deutete damals darauf hin, dass er einmal Theologie studieren und Priester werden sollte, denn Burmeister stammt aus einer konfessionslosen Familie und wurde erst als Erwachsener getauft. Als eine „Entscheidung aus der Tiefe heraus, mitten aus dem Herzen“, bezeichnet er, was sich über Jahre entwickelte und nicht zuletzt mit seinem Zivildienst auf der Intensivstation im Kreiskrankenhaus Sonneberg und der ersten Berufsausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger an der Medinos Klinik zu tun hatte. Existentielle Fragen nach Leid, Tod und dem Sinn des Lebens drängten sich in diesem Umfeld geradezu auf. Außerdem bereitete sich damals ein guter Freund auf die Taufe in der Evangelischen Kirche vor. Die Gespräche mit ihm ließen Burmeister intensiv die Bibel lesen und verstärkten den Wunsch, mehr von diesem Christus zu erfahren, von dem die Heilige Schrift erzählt. Es folgten Gottesdienstbesuche in der katholischen Kirche und das „Gefühl, in genau dieser Kirche und dieser Liturgie immer mehr zu Hause zu sein.“ Im Oktober 2007 wurde Stephan Burmeister getauft. Bereits im darauffolgenden Jahr schloss er seine Ausbildung ab und nahm in Erfurt das Theologiestudium auf.

 

„Es war am Anfang für meine Familie nicht einfach, da ich aus keinem christlichen Elternhaus komme“, erzählt Burmeister rückblickend. Großmutter, Eltern und Geschwister zeigten sich überrascht und verstanden seine Entscheidung nicht. „Wie sollten sie verstehen, dass man für Gott Priester werden will? Sie konnten sich doch noch nicht mal ‚Gott‘ als eine Wirklichkeit vorstellen.“ Stephan Burmeister hatte Verständnis für solches Unverständnis, wurde selbst aber seines Glaubens- und Berufsweges immer sicherer. Letztlich überzeugte er damit auch seine Angehörigen. „Meine Familie merkte immer mehr, dass mir der Weg in Erfurt und mit Gott gut tat.“ Wer und was ihn auf diesen Weg gebracht hatte, lässt sich nicht in einem Satz zusammenfassen. Er habe mit der Taufe erleben dürfen, wie befreiend der Glaube an Christus und sein Evangelium sein könne, sagt Burmeister. Wichtig waren auch „Wegbegleiter und Wegbereiter“ etwa seine Heimatpfarrer oder ein Theologieprofessor in Erfurt. Praktika während des Studiums und immer wieder Auszeiten vom Alltag wie Gebete und Exerzitien führt Burmeister ebenfalls an.

 

Nach dem Abschluss des Studiums mit dem Titel eines Magister Theologiae im vergangenen Jahr führte ihn die praktische Ausbildung im Priesterseminar nach Leinefelde, wo er nicht nur bis kurz vor der Weihe ein Gemeindepraktikum absolvierte, sondern auch danach als Diakon wirken wird. „Ich freue mich darauf“, sagt Stephan Burmeister. Das auch, weil seine Familie diese Freude mit ihm teilt.

 

Stichwort: "Diakon, Diakonenweihe"

 

In der Katholischen Kirche ist die Weihe mit ihren Stufen Diakonen-, Priester- und Bischofsweihe eines der sieben Sakramente. Der Begriff "Diakon" stammt vom griechischen Verb "diakonein" ab und bedeutet "Diener", "Helfer". Während der ersten Jahrhunderte waren die Diakone unmittelbare Helfer des Bischofs und kümmerten sich vor allem um Arme und Kranke. Ab dem 9. Jahrhundert ging die Eigenständigkeit des Amtes verloren. Zum Diakon wurde nur noch geweiht, wer später Priester werden wollte. So wurde das Diakonat zur "Durchgangsstufe" auf dem Weg zum Priesteramt. Erst das Zweite Vatikanische Konzil 1962-65, die Versammlung aller katholischen Bischöfe, betonte wieder stärker die ursprüngliche Bedeutung. Seitdem werden auch verheiratete Männer zu Diakonen geweiht, die ihren Dienst in der Gemeinde verrichten. Unverheiratete, auch verwitwete, Männer können ebenfalls Ständiger Diakon werden, für sie bleibt die Ehelosigkeit allerdings verpflichtend.

 

Zu den Aufgaben des Diakons gehören unter anderem die Assistenz im Gottesdienst, Taufen, Eheschließungen und Beerdigungen, Erteilen von Religionsunterricht und Katechesen sowie die Sorge um die Mitglieder der Gemeinde, besonders Alte und Kranke.

 

Im Rahmen der Weihehandlung innerhalb einer Heiligen Messe liegt der Kandidat vor dem Altar auf dem Boden. Dies geschieht zum Zeichen, dass er sich ganz Gott übereignen will. Der Bischof weiht durch Handauflegung und Gebet. Vom Pfarrer der Heimatgemeinde wird dem neuen Diakon das liturgische Gewand angelegt. Der Bischof überreicht das Evangelienbuch, aus dem die Botschaft Jesu Christi verkündigt werden soll, und besiegelt mit einer abschließenden Umarmung als Friedensgruß die Aufnahme in das neue Amt.

 

Text: Pressestelle des Bistum Erfurt

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