Bilder zum Rundfunkgottesdienst

  Für die Hörer vom Rundfunkgottesdienst an dieser Stelle noch ein paar Bilder zur Veranschaulichung und die Predigt zum Nachlesen.
 
Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer an den Rundfunkgeräten, liebe Schwestern, liebe Brüder im Herrn !
 
„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium.“ Dieser Satz aus dem heutigen Evangelium wird uns durch die Fastenzeit begleiten. Man könnte mit ihm sagen: Jesus lädt uns ein, diese 40 Tage mit ihm durch die Wüsten des Lebens zu gehen. Doch Menschen fragen beim Wort „Reich Gottes“ immer wieder, das Reich Gottes, was ist das, wie erfahre ich das? Mir helfen dabei Antworten der Kunst: Bilder, Skulpturen oder Installationen. In der diesjährigen Fastenzeit steht in unserer Kirche eine Skulpturengruppe, die etwas vom Reich Gottes verdeutlicht. Da ist der Kreuzesmann Jesus, der einen schweren Balken auf seinen Schultern liegen hat, gebeugt, gedrückt von der Last. Und der Balken scheint übermächtiger als er selbst zu sein. Ihm gegenüber stehen weitere fünf Skulpturen, die auf seinen Ruf hören: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid.“ (Mt 11.28) Es sind Menschen, die ihm entgegen kommen. Doch sie sind auch von ihrer Lebenslast gebeugt, ohne dabei ein sichtbares Kreuz auf den Schultern zu tragen. Der Betrachter sieht es durch die gebeugten, oder besser gesagt, durch die hängenden Köpfe. Die Last des Lebens ist für jeden erkennbar. Ich weiß, liebe Hörerinnen und Hörer an den Rundfunkgeräten, dass ich hier ein Bild beschreibe, dass Sie nicht sehen. Doch ich hoffe, dass Sie dieses innerlich sehen und verstehen, weil jeder Zeiten des hängenden Kopfes kennt. Sind es nun Wüstenzeiten oder nur schwere Zeiten, keiner möchte sie erleben und wenn, sobald wie möglich überwinden. An den Menschen, die auf Jesus zugehen wird sichtbar: Je näher sie ihm kommen, desto erhobener die Köpfe. Die Skulptur, die dem Kreuzträger am nächsten steht, hat ihren Kopf zum Himmel erhoben. Da ist nichts mehr vom Gedrückt- und Geschlagensein. Das erinnert mich an viele Gebetsszenen Jesu, wenn durch die Evangelisten sein Gebet mit den Worten eingeleitet wird: „Er erhob seine Augen zum Himmel.“ Der Blick zum Himmel, als die Richtung zu Gott zu schauen, lässt frei werden, nimmt Last weg oder gibt Kraft, Lasten zu tragen. Als Schluss könnte man sagen: Je näher ein Mensch zu Jesus steht, desto leichter seine Last, je spürbarer das Reich Gottes. Der norddeutsche Bildhauer Walter Green, der diese Skulpturengruppe geschaffen hat, versinnbildlicht für mich die erfüllte Zeit und das nahe Gottesreich, von dem Jesus spricht. Auch lädt der Künstler die Betrachter seiner Kunstwerke ein, sie zu berühren und über das Berühren zum Befassen und Begreifen zu kommen. Dass ist das, was uns oft so schwer fällt. Befassen und Begreifen sind zwei Worte für diese österliche Bußzeit. Wir dürfen uns mit dem Weg Jesu befassen und begreifen, was er für uns getan hat.
 
So kann sich jeder mit dieser Skulpturengruppe fragen: Wo stehe ich? Wie weit wie nah bin ich von Jesus entfernt? Dieser Frage nachzugehen ist eine Aufgabe für die Fastenzeit, deren Weg sich lohnt, auch wenn er gelegentlich durch eine Wüste führt.
 
 

 

St. Stefan Kalender

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Gottesdienste in St. Stefan

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