Gemeindemitglied wird Priester

  Am 23. Mai 2015 empfängt Herr Stephan Burmeister aus der Gemeinde St. Stefan in Sonneberg die Priesterweihe.
 
Für unsere Gemeinde ist das eine große Freude und ich hoffe, auch ein großes Fest. 2009 hat Herr Burmeister für den Gemeindebrief den folgenden Text geschrieben, in dem er beschreibt, warum er Christ geworden ist. Herr Burmeister hat sich erst als Erwachsener taufen lassen. Es ist schön zu sehen, was aus einer Berufung zum Christsein werden kann.
 
 
Warum bin ich Christ geworden?
 
„Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen?
Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt:
Du bist der Heilige Gottes.“ (Johannes 6,68)
 
Vor ein paar Wochen bat mich Herr Pfarrer Anhalt, ein paar Zeilen zu schreiben, warum ich Christ geworden bin.
Und ich muss zugeben, darüber zu schreiben, ist ein nicht gerade leichtes Unterfangen.
Ein Text im Gemeindebrief ist immer „begrenzend“ und so kann vieles nicht gesagt sondern nur „angeschnitten“ werden. Und manches ist schwer in Worte zu fassen.
Ich freue mich aber sehr, wenn jemand Fragen hat und es vielleicht nach der Heiligen Messe eine Möglichkeit zu einem (kurzen) Gespräch gibt.
 
Am Besten lässt sich mein Christ werden als „Weg“ beschreiben.
Da war am Anfang ein Gefühl des „Gerufenwerdens“.
Zwar zu Beginn ziemlich wage, da ich mir nur sicher war, dass das Leben mehr sein musste als die mir bisher bekannten Dinge. Aber dieser Ruf reichte aus, dass ich mich auf den Weg machte.
Da waren die passenden Menschen, die mir in dieser Suche dann „begleitend“ zur Seite standen. Zu nennen sind Pfarrer Montag und Sofie, die Freundin meines besten Freundes,
die mich dann „sanft“ in die Katholische Kirche eingeführt haben.
Und da war, trotz vieler Wagnisse und Herausforderungen, die dieser Weg mit sich brachte, das Gefühl in meinem Herzen, auf dem richtigen Weg zu sein. 
Und Stück für Stück durfte ich erfahren, dass die froh machende Botschaft unseres Herrn auch mein Leben immer mehr erreicht hat und es dadurch fruchtbarer und wärmer geworden ist.  Mein Leben und mein Lebensweg bekamen einen tiefen Sinn.
Mit der Zeit wurde dann der Umgang mit unserem Herrn immer vertrauter, zu vergleichen vielleicht mit einer guten Freundschaft, die sich nach einem „Ja“  langsam entwickeln muss.
Heute bin ich mir aber sicher, dass ER in jeder Situation mitgeht.
 
Es fällt mir aber schwer, zu sagen, ich bin Christ geworden. Eigentlich werde ich täglich neu Christ. Auf meinem Weg muss ich immer wieder feststellen, dass ich mich immer mehr für ihn entscheiden muss. Immer wieder das Gefühl des Gerufenwerdens an dem am Ende dann bisher auch immer wieder ein Aufbrechen stand. Und damit wieder ein Verlassen von alten Sicherheiten auf seinen Willen hin. Christ zu sein ist also nicht, sich im Glauben und im Lebensweg als „fertig“ zu erleben. Christ sein heißt, ein Leben lang Suchender zu bleiben und sich immer wieder aufs Neue für IHN zu entscheiden. Und vor allen den Mut zu haben,  aufzubrechen, auf seinen Ruf hin.
So wurde aus dem Neugetauften inzwischen ein Theologiestudent an der Universität Erfurt. Und was die Zukunft bringen wird, dass lege ich voll Vertrauen in die Hände unseres Herrn. Ich kann zufrieden sagen, dass er mir bisher seinen Willen immer klar genug gezeigt hat.  
Und dies tut er auf vielfältige Weise. Durch Menschen (gute Freunde, Pfarrer Montag und Pfarrer Anhalt), durch Ereignisse oder auch durch manchen  „Wegweiser“ im Gebet.
 
Einen lieben Gruß aus Erfurt.
 
Stephan Burmeister

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Gottesdienste in St. Stefan

hl. Messe:

sonntags: 10:00 Uhr
dienstags: 18.00 Uhr
donnerstags: 09:00 Uhr

stille Anbetung:

dienstags: 17:30

Namenstagskalender

heute: Rudolf, Marie-Louise, Adelheid
morgen: Lukas, Gwenn, Justus, Viviana
übermorgen: Frieda, Frida, Isaak, Paul v. K.
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