Intonation der neuen Orgel geht voran

  Den Abschluß der Arbeiten zum Bau einer neuen Orgel bildet immer die Intonation. Hierbei wird einer jeden Pfeife der Orgel der vorgesehene Klangcharakter gegeben.

 

Die große Kunst beim Intonieren ist, dass einerseits innerhalb eines Registers alle Pfeifen möglichst gleich homogen in Ansprache, Lautstärke und Klangfarbe erklingen sollen. Weiterhin sollte jedes Register als möglichst charaktervolle und ausdrucksstarke Stimme geschaffen werden und drittens ist das Ziel einer jeden guten Intonation, dass sich bei aller Eigenart einer jeden einzelnen Stimme die Register untereinander sehr gut mischen.

Da das Klangverhalten auf den Raum bezogen ist, kann selbstverständlich die Intonation immer nur im eigentlichen Aufstellungsraum erfolgen und nicht bereits in der Werkstatt.

Seit alters her ist die Intonation eine große Kunst, die ihre Zeit braucht. So wird beispielsweise von Gottfried Silbermann berichtet, dass er mehrere Monate über der Intonation seiner Orgeln zugebracht habe. Das mag insbesondere im Winter in ungeheizten Kirchen wenig angenehm gewesen sein.

In unserer Pfarrkirche begannen die Intonationsarbeiten am 5. August. Claudius Winterhalter hat zusammen mit Frank Schüngel zuerst Probetöne für die einzelnen Register festgelegt. (d.h.., die Lautstärke, Ansprache und Klangfarbe wurde für einzelne Töne jedes Registers festgeschrieben). Hierbei ist auch eine fortwährende Kontrolle des Klanges aus dem Kirchenschiff erforderlich, denn meist klingt die Orgel auf der Empore anders als im Schiff.

Danach ist es dann erforderlich, ausgehend von diesen Probetönen jedes Register sorgfältig zu intonieren. Diese Arbeiten führt nun seit einigen Wochen Frank Schüngel aus, ein trotz seiner jungen Jahre bereits sehr erfahrener und gefragter Intonateur. Das ein oder andere Gemeindemitglied mag sich während der Intonationsarbeiten oder an den Abenden schonmal in die Pfarrkirche geschlichen und erste Töne, Akkorde oder sogar schon die eine oder andere Musik von oben vernommen haben. Was da schon so hie und da zu hören ist, berechtigt zu den schönsten Hoffnungen.  

Ein jeder Intonateur braucht vor allem eines - absolute Ruhe, denn es ist ein hohes Maß an Konzentration aufzubringen. Während der Intonation, die insgesamt etwa vier bis fünf Wochen währen wird, bitten wir daher alle Kirchbesucher, Störungen möglichst zu unterbinden.

Das Wort

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