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Frühlingshafte Weisen erfreuten Konzertbesucher

Freuen konnte sich, wer am Nachmittag des 13. Mai zum Konzert des Frauenchores Judenbach e.v. in die Pfarrkirche St. Stefan gekommen war. Das Konzert, das unter dem Motto "Mit Gottes Wort durch den Frühling" stand, war als Benefizveranstaltung für den Bau der neuen Orgel konzipiert.

Der Frauenchor Judenbach e.v., der in diesem Jahr sein 15jähriges Bestehen feiern kann, überzeugte die Hörer mit sängerischem Engagement und einer überdurchschnittlichen Qualität seiner Darbietung.

Der Chor zeigte, dass er stilistisch im Madrigalgesang des 16. Jahrhunderts ebenso zu Hause ist, wie in zeitgenössischen Bearbeitungen oder in Sätzen amerikanischer Gospelmusik. Überrascht hat zudem, dass der Chor über einzelne Mitglieder verfügen kann, die auch in der Lage sind, in solistischen Partien hervorzutreten, diese mühelos zu meistern, sich aber ansonsten in den homogenen und harmonischen Gesamtchorklang einzuordnen wissen. Dies ist nicht selbstverständlich.

Das Ensemble steht unter der Leitung von Barbara Zach, einer diplomierten Musikerin, die ansonsten an der Musikschule Sonneberg unterrichtet. Dies ist offenbar für den Chor ein Glücksfall, denn es ist heutzutage erfahrungsgemäß für Berufsmusiker sehr schwer, mit Laienensembles, deren Mitglieder im Normalfalle ja keine oder eine nur geringe musikalische Ausbildung erfahren haben und deren Probenverfügbarkeit oft genug auch mit familiären oder beruflichen Verpflichtungen in Konflikt gerät, ein gutes und dauerhaftes musikalisches Niveau zu erreichen. 

Diese Probleme scheint der Frauenchor Judenbach e.v. nicht zu kennen. Ganz im Gegenteil: im Hinblick auf die musikalische Artikulation, Phrasierung, Dynamik und Textverständlichkeit zeigte der Chor ein Niveau, das ansonsten im Laienbereich nicht leicht zu finden ist und das an Professionalität nichts zu wünschen übrig ließ. Die sichtbare sängerische Freude, mit der das Ensemble die einzelnen Werke interpretierte, vermochte denn auch schnell, die Zuhörer zu packen und zu begeistern.

Leiterin und Chor sind bestens aufeinander eingespielt. Man kennt sich; der Dirigentin genügen kleinste Gesten, um dem Chor die eigene Werkauffassung abzufordern und in den einzelnen Sätzen eine kluge, subtile und musikantische Interpretation zu erreichen.

Zwischen den Liedgruppen interpretierten Rosemarie Schreier und Karin Rupp Werkbearbeitungen von César Franck und Johann Sebastian Bach in der selten zu hörenden Instrumentation für Orgel und Panflöte. Einige wenige Gedichtrezitationen rundeten das Programm ab.

Das Publikum dankte den Ausführenden denn auch mit viel und mit herzlichem Beifall und wer am Muttertagsnachmittag dieses Konzert erleben konnte, ging sicher mit frohem und glücklichem Herzen nach Hause.

Joachim Wicklein

 


 

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