Rundgang Pfarrkirche

Wie froh war ich, als man mir sagte, wir ziehen zum Haus des Herrn.
(Ps. 121)


 

Unsere Pfarrkirche "Sankt Stefan" ist eine kreuzförmige neuromanische Gewölbebasilika von zwei Langhausjochen und einem einjochigen Chor mit anschließender Apsis. Zwei Scheinapsiden sind nochmals im Querhaus angedeutet. Mit den äußeren Maßen von 31 x 17,5 m bietet sie Raum für ca. 180 Sitzplätze. Der Westturm hat eine Höhe von 31 Metern. Die Kirche wurde im Jahre 1903 nach Entwürfen der Regierungsbaumeister Reimarus & Hetzel (Charlottenburg) erbaut.
Äußerlich hat die Kirche wenige Zierelemente (Rundbogenfriese, ornamentierte Bogenläufe am Westportal und ornamentierte Säulen). Auf dem Flachrelief über dem Hauptportal ist die Anbetung des Lammes dargestellt.
Innerlich stellt sich die Kirche in neoromanischer Schlichtheit dar. Im Chor hängt das 1911 von Heinz Schiestl gefertigte Missionskreuz mit einer Christusfigur in Lebensgröße. Christus trägt nicht die Dornenkrone des Karfreitags, sondern die Goldkrone die ihn als Sieger über den Tod darstellt und die im Karfreitagsgeschehen schon die Auferstehung zu erkennen gibt. Sein Haupt ist erhoben. Er ist nicht der zutiefst leidende Christus. An den Kreuzenden sind auf vier Tafeln die apokalyptischen Wesen dargestellt. Insgesamt handelt es sich um eine "Maiestas Domini", denn Kreuzigung und Wiederkunft des Herrn ist gleichsam in einem Bild dargestellt.



Der Kreuzweg, 1913 ebenfalls von Heinz Schiestl geschaffen, zeigt in 14 Stationen den Leidensweg Christi. Zwei weitere von Schiestl für die Kirche gefertigte Figuren (hl. Gottesmutter und hl. Hedwig) befinden sich heute nicht mehr in der Kirche.



Im Querschiff befindet sich eine Kopie des hl. Stephanus von Thilmann Riemenschneider (gefertigt von Julian Walter aus Werneck). Das etwas kleinere Original findet man übrigens mit vielen anderen überaus sehenswerten Werken im Mainfränkischen Museum in Würzburg.


In der rechten Apsis befindet sich eine Madonna fränkischer Herkunft. Die Darstellung zeigt Maria mit dem Kind auf einer Mondsichel stehend. Diese Form bezieht sich auf das in der Offenbarung des Johannes erwähnte "Apokalyptische Weib", das am Himmel erscheint, mit der Sonne bekleidet und den Mond unter den Füßen (Offb. 12, 1). Diese Textstelle wird seit dem Mittelalter auf Maria bezogen. Deshalb existieren viele Darstellungen mit Mondsichel und goldenem Strahlenkranz. Sicher gehörte ein solcher Strahlenkranz ursprünglich auch zu dieser Plastik.



Seitlich der Vierung steht das Sandsteintaufbecken. Ursprünglich mit einem Kupferdeckel ausgestattet, auf dem im Relief Symbole und Bilder des alten und neuen Testamentes abgebildet waren (Moses, der Wasser aus dem Felsen schlägt, Lamm Gottes, Taube und Hirsch) stellt es sich heute geöffnet und gleichsam zur Taufe einladend dar. Auf dem Rand sind die Worte aus Mk 16,16 "Wer da glaubt und getauft ist, der wird selig werden." eingraviert.

 


 


 

Die Orgel, 1909 von der Firma Willibald Siemann & Co. in München erbaut, wurde 1962 von der Stadtilmer Orgelbaufirma Lothar Heinze umgebaut und hat seither 23 Register auf 2 Manualen und Pedal.

 

Geschichte und Disposition:

Die originale Kirchenbemalung des Kunstmalers und kgl. Akademieprofessors Kaspar Schleibner (München) wurde beim Umbau der Kirche in den fünfziger  Jahren entfernt, nachdem sie während der Kriegsjahre Schaden genommen hatte. Seither erscheint der Raum in schlichtem Weiß, nur Gurtbögen, Vierungsgewölbe und Scheinarkaden der Apsis sind farblich abgesetzt.
Altar, Tabernakel und Ambo wurden im Jahre 2002 nach Entwürfen von Evelyn Körber neu geschaffen. Die Glasgestaltungen am Altar und die Gestaltung des Tabernakels sind motiviert von dem Liedtext: Wenn das Brot, das wir teilen als Rose blüht. (in Anlehnung an die Elisabethlegende)




Von den originalen Fenstern sind noch die Fächerfenster im Hauptschiff, die Rosette der Westempore, und die Seiten- und Querschifffenster erhalten. Die Chorfenster wurden in den achtziger Jahren nach Entwürfen des Sonneberger Malers Otto Hoffmann gestaltet.
Die Kirche wurde seit ihrer Erbauung zweimal  umgestaltet. Die erste Erneuerung fand in den 60er Jahren statt.  Damals wurde folgernd aus den Beschlüssen des 2. Vatikanischen Konzils der Hochaltar zugunsten eines zur Gemeinde vorgerückten Altars entfernt und die Kirche insgesamt modernisiert. Die Kanzel wich einem schlichten Ambo und die Trennung von Hauptschiff und Chor durch die Kommunionbank entfielen. Die zweite grundlegende Erneuerungs- und Rekonstruktionsphase wurde in den Jahren 2001-2002 unter Pfarrer Udo Montag durchgeführt.

Einen Eindruck des Aussehens unserer Kirche heute und in früheren Jahren erhalten Sie unter dem Menüpunkt "Fotoalbum".

Das Wort

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Gottesdienste in St. Stefan

hl. Messe:

sonntags: 10:00 Uhr
dienstags: 18.00 Uhr
donnerstags: 09:00 Uhr

stille Anbetung:

dienstags: 17:30

Namenstagskalender

heute: Pius X., Maximilian, Pia
morgen: Regina, Maria Regina, Sigfried
übermorgen: Rosa, Isolde, Zachäus
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